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Alle Programme - Erstellung von PostScript-Druckdateien
Die Erstellung von PostScript-Druckdateien bietet sich immer dann
an, wenn Dokumente schon fertig gesetzt sind und ohne Änderungen
gedruckt werden sollen. Bei richtiger Einstellung des Druckertreibers
sind in ihnen alle Informationen wie Bilder, Schriften, Tabellen
usw. enthalten, die zum Druck des Dokumentes benötigt werden.
Achtung! Postscript hält einige kleine Fallen bereit,
die den Ausdruck unter Umständen auf verschiedenen Geräten
anders aussehen lassen:
- Haarlinien werden auf dem Ausgabegerät immer mit der
kleinstmöglichen Breite ausgegeben. So ist z.B. eine Haarlinie
auf einem Laserdrucker mit 300 Dpi ca. 0,09 mm stark, während
dieselbe Linie auf einem Filmbelichter mit 1200 Dpi ausgegeben
nur noch ca. 0,02 mm stark ist. Hinzu kommt noch, daß im
Laserdrucker die Linien durch den physikalisch bedingten Tonwertzuwachs
etwas stärker werden; beim Film wird die Linie beim Umkopieren
auf die Druckplatte durch Unterstrahlung dünner.
Geben Sie, um diesen Fehler zu vermeiden, immer ein festes Maß
(z.B. 0,2 pt) für Haarlinien an.
- Standardschriftarten werden im Postscript normalerweise nicht
mit an den Drucker übertragen bzw. in die Datei eingebunden.
Dadurch kann es vorkommen, wenn eine Schrift nicht 100%ig mit
der Standardschriftart übereinstimmt, daß das Schriftbild
nicht dem Original entspricht. Wir empfehlen deshalb den Druckertreiber
so einzustellen, dass alle Schriftarten in die Postscript-Datei
eingebunden werden.
- Farbige Bilddateien im RGB-Modus können erst ab Postscript
Level 2 im RIP in den für den Druck nötigen CMYK-Modus
umgewandelt werden.
Farbverbindlichkeit bei RGB-Bildern ist erst ab Postscript Level
3 gegeben. Dazu muss noch in das Bild ein ICC-Farbprofil
eingebunden sein.
So wird ein PostScript-Druckertreiber zum Drucken in Datei
unter Windows95/98 installiert:
- Wählen Sie in der Task-Leiste "Start - Einstellungen
- Drucker" - es erscheint das "Drucker"-Fenster.
- Doppelklicken Sie auf "Neuer Drucker"
- Es erscheint das Fenster des Drucker-Assistenten, der Sie
durch den Installationsvorgang führt. Drücken Sie "Weiter".
- Als nächstes werden Sie gefragt, wie der Drucker installiert
werden soll. Wählen Sie "lokaler Drucker" und drücken
Sie "Weiter".
- Suchen Sie sich in der Liste den von Ihrer Druckerei empfohlenen
Drucker bzw. durchsuchen Sie die von Ihrer Druckerei erhaltene
Diskette danach. Falls ein Gerät in der Liste als PostScript-
und NichtPostScript-Drucker aufgeführt ist, erkennen Sie
die Postscript-Version am "PS" im Namen.
Wählen Sie das Gerät aus und drücken Sie "Weiter".
- Wählen Sie im nächsten Fenster "FILE: Erstellt
eine Datei" und drücken Sie "Weiter".
- Im nächsten Fenster werden Sie gefragt, ob Windows diesen
Drucker als Standarddrucker verwenden soll. Wählen Sie "Nein",
ändern eventuell noch den Druckernamen so, daß er eindeutig
erkennbar ist und drücken "Weiter".
- Im nächsten Fenster werden Sie gefragt, ob Sie eine Testseite
ausgeben wollen - Wählen Sie "Nein", legen Sie
die Windows-CD ein und drücken Sie "Weiter".
- Die benötigten Dateien werden kopiert und der neue Drucker
wird als Icon im "Drucker"-Fenster angezeigt.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Icon des neuen
Druckers und wählen Sie im erscheinenden Rollup-Manü
den Eintrag "Eigenschaften".
Es erscheint das Fenster "Eigenschaften von Druckername".
- Wählen Sie die Karteikarte "Schriftart" und
dort die Option "Nur True-Type-Schriftarten verwenden"
- Drücken Sie auf den Button "Schriftarten senden
als ..." und wählen Sie im dann erscheinenden Fenster
"Konturschriftarten" und bestätigen mit "OK".
- Drücken Sie in der Karteikarte "Postscript"
auf den Button "Erweitert" das Fenster "Erweiterte
Postscript-Optionen".
Rufen Sie Ihre Druckerei an und fragen Sie nach, welche Optionen
Sie eintragen sollen.
Wenn Sie optimale Kompatibilität wollen, können Sie
stattdessen folgende Einstellungen wählen:
Bestätigen Sie Ihre Einstellungen mit "OK"
Den installierten Drucker können Sie nun wie jeden anderen
im System installierten Drucker verwenden. Beim Drucken werden
Sie nach einem Dateinamen gefragt, unter dem die Datei gespeichert
werden soll. Bedenken Sie bei der Festlegung der Dateinamen, dass
die Datei eventuell auf ein MSDOS-RIP bzw. -Netzwerk übertragen
werden kann, so dass die Dateinamen möglichst den MSDOS-Konventionen
entsprechen sollten (Dateilänge max. 8+3 Buchstaben, keine
Umlaute und Sonderzeichen).
Die erzeugten Druckdateien können Sie, um Speicherplatz zu
sparen, noch mit WinZip oder ähnlichen Packprogrammen komprimieren,
falls der Empfänger in der Lage ist, die Dateien wieder zu
entpacken.
- TIPP: Besorgen Sie sich den kostenlosen PostScript-Interpreter
"GhostScript" (Freeware, in deutsch bei verschiedenen
Shareware-Versendern (Internet) erhältlich) oder den ca.
250,- Euro kostenden Adobe Acrobat Distiller. Damit können
Sie Ihre PostScript- und EPS-Dateien vor dem Versenden an Ihren
Belichtungsservice noch einmal visuell auf dem Bildschirm kontrollieren.
Erfahrungsgemäß kommen die Seiten, die damit nicht
dargestellt werden können, auch aus dem Belichter nicht oder
nur fehlerhaft raus.
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