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Microsoft Word

Microsoft Word ist das Standardprogramm für Textverarbeitungsaufgaben. Es hat viele Funktionen eines DTP-Programmes und ist durch seine hervorragend gelöste Online-Rechtschreibprüfung (ab Version 7.0) besonders für die Verarbeitung längerer Texte geeignet.

Eins vorweg - Microsoft Word eignet sich n i c h t besonders gut zur Erstellung farbiger Publikationen, die in einer Druckerei gedruckt werden sollen. Selbst wenn Sie auf Ihrem Tintenstrahldrucker die mit Word erstellten farbigen Dokumente auch farbig ausdrucken können, in der Druckmaschine geht das nicht ohne Probleme. Der Grund ist, dass Word Bilder nur im RGB-Modus einbindet, die Ausgabe zum Postscript-Drucker aber farbsepariert erfolgen muss (s. Kapitel CMYK-Skalenfarben). Diese Funktion ist aber in Word bzw. in den Systemdruckertreibern nicht vorgesehen - die Farben werden in Graustufen umgewandelt bzw. müssen, falls der RIP das unterstützt, im RIP farbsepariert werden.
Hat Ihre Druckerei ein modernes Postscript Level 2 oder 3 RIP, ist es eventuell möglich über In-RIP-Separation die farbigen Seiten auszubelichten - auf unserem RIP funktioniert das, wenn auch das Ergebnis nicht so gut ist, wie bei einer Separation aus der DTP-Software. Das funktioniert aber erst mit Druckertreibern für Color-Postscript-Drucker ab der Windows 95 B Version.

Microsoft Word versucht die Seiten von sich aus "intelligent" umzubrechen, wobei der eingestellte Druckertreiber und die Seitenränder zur Berechnung mit herangezogen werden. Dies bereitet bei der Datenübernahme auf einen anderen Rechner die meisten Probleme, da dort meist ein anderer Drucker angeschlossen ist und das Layout plötzlich ganz anders aussieht.
Selbst auf ein und demselben Rechner kann man so manche Überraschung erleben. Ein soeben gespeichertes Dokument hat beim erneuten Öffnen plötzlich einen geänderten Zeilenumbruch - ein eindeutiger Programmfehler von Word.

Ein weiteres Manko ist die Schriftverwaltung in Microsoft Word, denn Word teilt Ihnen beim Öffnen einer Datei nicht mit, wenn eine oder mehrere Schriften fehlen. Diese werden ohne Vorwarnung durch die Standardschrift ersetzt. Diese sieht natürlich nicht wie die Originalschrift aus, Trennungen, Zeilen- und Seitenumbruch ändern sich - kurzum, Sie erkennen Ihr Dokument nicht wieder.

Überraschungen erlebt man auch mit verknüpften Dateien - diese fehlen auf einem anderen Rechner, der nicht Zugriff auf die Originaldateien hat.

Sollen alle Seitenumbrüche, Schriften usw. erhalten bleiben, ist einfachste Methode, alle Probleme zu umgehen, das Drucken in eine Postscript-Druckdatei oder der Export nach PDF. In diesen ist das Dokument komplett mit allen Bildern, Schriften, Tabellen usw. enthalten (die richtigen Einstellungen des Druckertreibers vorausgesetzt). Nachteilig ist, dass dann keine oder nur noch bedingt Änderungen am Dokument mehr vorgenommen werden können.


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