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Festplatten
Wechselfestplatten sind eine elegante Lösung zur Datenübergabe
innerhalb eines Betriebssystems. Da sich auf Festplatten große
Datenmengen unterbringen lassen und sie sehr schnell sind, sind
sie hervorragend für umfangreiche Dokumente geeignet. Hierbei
ist zu bedenken, daß etwas Computer-Grundwissen zur Installation
nötig ist und nicht in jeder Druckerei ein Computer-Freak
arbeitet, der sie problemlos installieren kann.
Zur Auswahl stehen der Tausch von Festplatten mit Wechselrahmen
oder der komplette Umbau der Festplatte. Da sich die Hersteller
der Wechselrahmen nicht auf einen einheitlichen Standard einigen
konnten, passen die Wechselrahmen unterschiedlicher Hersteller
mechanisch meist nicht zueinander und ein Umbauen der Festplatte
ist dann erforderlich.
Das ist, wenn man sich an untenstehende Anleitung hält, nicht
allzu schwer.
So wird eine zweite IDE-Festplatte in Ihrem PC installiert:
(Wir gehen hier von einem normalen PC aus, in dem eine normale
IDE-Festplatte und eventuell ein IDE-CD-ROM installiert sind)
- Lesen Sie sich dieses Kapitel komplett durch und laden sich
eventuell die technische Beschreibung Ihrer eingebauten und der
einzubauenden Festplatte aus dem Internet herunter und drucken
sie aus. Wenn Sie sich die Installation nicht zutrauen, lassen
Sie lieber die Finger davon - durch falsches Zusammenstecken oder
falsches Setzen von Jumpern (Jumper = kleine Steckbrücke)
kann zwar nichts kaputtgehen, es kann aber sein, dass der
Rechner nicht funktioniert - dann muss der Fachmann ran.
Notieren Sie sich, wenn Sie Änderungen vornehmen, alle Originalzustände,
damit Sie alle gemachten Einstellungen rückgängig machen
können.
- Starten Sie Ihren Rechner neu, indem Sie ihn einschalten oder
RESET drücken.
- Halten Sie die Taste gedrückt, mit der Sie Setup (das
Konfigurationsprogramm Ihres PCs) starten können. Welche
Taste das ist, wird Ihnen als Bildschirmmeldung ausgegeben ("Hit
<DEL> if you want to run setup" oder so ähnlich,
in diesem Fall die ENTF-Taste <DEL>).
- Wenn Sie jetzt die Aufforderung "ENTER PASSWORD:"
angezeigt bekommen, ist das BIOS (der Speicherbereich für
die Setup-Einstellungen des Rechners) Ihres Computers durch ein
Passwort geschützt und kann ohne dieses nicht beschrieben
werden. In diesem Fall wenden Sie sich an Ihren Systembetreuer
und bitten ihn um Herausgabe des Passwortes oder um Einbau
der Festplatte, falls er - oft aus gutem Grund - das Passwort
nicht preisgeben will.
- Jetzt sollten Sie das Hauptmenü des Setup-Programmes
sehen. Wenn Sie jetzt irgendwo den Menüpunkt "HARDDISK
AUTO DETECTION" oder so ähnlich sehen, ist alles in
bester Ordnung und Sie können ab Punkt 6 weitermachen.
Unterstützt Ihr BIOS eine automatische Festplattenerkennung
nicht (älterer Rechner), müssen Sie die Daten der Festplatte
später manuell eintragen. Falls Sie diese nicht wissen, können
Sie sich die Datenblätter aus dem Internetangebot der Festplattenhersteller
herunterladen. Einen Verweis auf die jeweiligen Seiten finden
Sie in unserem Hotlinkverzeichnis.
- Schalten Sie den Rechner aus und öffnen das Gehäuse.
- In nachfolgendem Bild sehen Sie eine Festplatte von ihrer
Anschlußseite aus.
IDE-Geräte wie Festplatten und CD-ROMs werden über den
Stromversorgungsstecker mit dem Netzteil und über den 40poligen
IDE-Busstecker mit der Rechnerplatine verbunden.
Stecken Sie jetzt eine freie Stromversorgungsbuchse von Ihrem
Netzteil an den Stromversorgungsstecker der Festplatte an. Sollt
keine mehr frei sein, können Sie die eines anderen derzeit
nicht benötigtes Gerätes, z. B. des CD-ROM, verwenden
oder sich ein sogenanntes Y-Kabel besorgen und dazwischenstecken,
das einen weiteren Stromanschluss zur Verfügung stellt.
Zum Anschluss an den IDE-Bus (40polige Buchsenleiste am Flachbandkabel)
gibt es mehrere Möglichkeiten:
a) am gleichen Kabel wie die bereits eingebaute Festplatte
Das kann nötig sein, wenn z. B. bei älteren Rechnern
nur ein IDE-Port zur Verfügung steht oder Sie kein Kabel
für den zweiten Port haben. Die bereits eingebaute Festplatte
ist so zu jumpern, dass sie eine weitere Festplatte am gleichen
Bus unterstützt (Master - Slave present). Die einzubauende
Festplatte muss in diesem Fall als Slave gejumpert werden.
Das eventuell vorhandene CD-ROM muss in diesem Fall vom Bus
abgezogen werden, da der Bus-Stecker für die Festplatte benötigt
wird.
b) am 2. Port (2. IDE-Buskabel)
An der bereits eingebauten, an Port 1 hängenden, Festplatte
braucht nichts verändert zu werden. Die einzubauende Festplatte
muss am zweiten Bus als Master konfiguriert angesteckt werden.
Sollte ein am 2. Bus befindliches CD-ROM bereits als Master konfiguriert
sein, kann man es entweder derweil abziehen oder als Slave umjumpern.
Wichtig: Da man die auf dem Buskabel befindlichen Buchsenleisten
auch verkehrt aufstecken kann, beachten Sie, dass der rot
markierte Aderzug des Buskabels (Leitung 1) in Richtung Stromversorgungsstecker
zeigt.
- Schalten Sie jetzt den Rechner wieder ein und starten das
Setup-Programm, wie in Abschnitt 3 beschrieben.
Falls Sie nicht mehr weiter wissen, und das BIOS in Ihrem Rechner
nicht verändern wollen, können Sie jederzeit vor dem
Speichern der BIOS-Einstellungen den Rechner einfach ausschalten
- so bleibt der Originalzustand erhalten.
- Wählen Sie den Menüpunkt "STANDARD CMOS SETUP"
und bewegen den Cursor mit den Pfeiltasten (Auswahl mit ENTER)
- bei Anschluss am gleichen Kabel wie die erste Festplatte
auf "SLAVE" bzw. "PRIMARY SLAVE" bei Vorhandensein
eines zweiten IDE-Ports.
- bei Anschluss am Kabel des zweiten IDE-Ports auf "SECONDARY
MASTER".
- Drücken Sie jetzt so oft die "Bild nach oben"-
oder "Bild nach unten"-Taste, bis entweder "AUTO",
bei Rechnern mit automatischer Festplattenerkennung, oder "USER",
bei Rechnern ohne, erscheint.
Haben Sie "AUTO" einstellen können, fahren Sie
mit Punkt 11 fort.
Wenn Sie "USER" eingestellt haben, erscheint die Zeile,
in der die Werte stehen andersfarbig. Geben Sie jetzt die Werte
für Head, Cyl. usw. ein, die Sie dem Datenblatt Ihrer Festplatte
entnehmen.
- Drücken Sie die ESC-Taste, um diesen Menüpunkt zu
verlassen.
- Wählen Sie im Hauptmenü den Punkt "WRITE TO
CMOS AND EXIT".
- Sie werden jetzt gefragt, ob Sie die Werte in Ihrem BIOS wirklich
überschreiben wollen. Wenn Sie mit "Y" (auf der
deutschen Tastaturbelegung das "Z") und ENTER bestätigen
werden die Werte ins BIOS geschrieben.
- Wenn bis hierher alles richtig war, müsste der Rechner
jetzt wie gewohnt booten. Beim Starten des BIOS bekommen Sie angezeigt,
welche Geräte angemeldet sind, Sie müssten jetzt
also die zweite Festplatte als Eintrag sehen.
- Wenn die Festplatte dann trotzdem vom Betriebssystem nicht
erkannt wird, müssen Sie die Festplatte noch mit speziellen
Hilfsprogrammen (bei DOS/Windows FDISK) einrichten und nachher
formatieren. Dazu lesen Sie bitte in der Bedienungsanleitung des
Betriebssystems nach.
Das Master-Slave Prinzip bei IDE-Geräten
An einem IDE-Bus können maximal zwei IDE-Geräte gleichzeitig
angeschlossen werden. Ein Gerät davon muss als Master
(Meister), das zweite als Slave (Diener) konfiguriert werden.
Die Konfiguration erfolgt über kleine Steckbrücken,
sogenannte Jumper, die sich auf der Leiterplatte des IDE-Gerätes
befinden. Wie sie gesteckt werden müssen, ist in der Beschreibung
des jeweiligen Gerätes nachzulesen (siehe Festplattenhersteller
im Hotlinkverzeichnis).
Folgende Fälle sind möglich:
- Ein Gerät am Bus
Ist das Gerät eine Festplatte, muss diese als Master
ohne Slave gejumpert werden. Das ist die Einstellung, in der die
Festplatten ausgeliefert werden.
CD-ROMs können auch als Slave ohne Master an einem IDE-Bus
(meist dem 2. IDE-Bus) hängen, da sie nicht über das
BIOS sondern über Software konfiguriert werden.
- Zwei Geräte an einem Bus
Das erste Gerät wird als Master konfiguriert. Gleichzeitig
muss ihm aber mitgeteilt werden, dass ein weiteres Gerät
am Bus vorhanden ist (Setzen des Jumpers "Slave present").
Das zweite Gerät muss als Slave konfiguriert werden.
Zwei Geräte am gleichen IDE-Bus bremsen sich gegenseitig
aus, d. h. die Geschwindigkeit des langsameren Gerätes ist
maßgebend.
Am günstigsten ist es, bei Vorhandensein von zwei IDE-Ports,
je ein Gerät pro Bus zu installieren. So sollte die erste
Festplatte am Port Nr. 1 als Master, das CD-ROM am Port Nr. 2
als Slave installiert sein. Stellt man im BIOS für Port Nr.
2 automatische Festplattenerkennung ein, kann man eine weitere
als Master gejumperte Festplatte einbauen, ohne dass irgendetwas
geändert werden müsste - der Rechner ist sofort
nach dem Hochfahren startklar und hat die zusätzliche Festplatte
als Laufwerk "D:" erkannt.
So wird eine SCSI-Festplatte (und andere SCSI-Geräte)
in Ihrem PC installiert:
(Wir gehen hier von einem PC aus, in dem ein SCSI-Controller und
eventuell einige SCSI-Geräte installiert sind)
- Lesen Sie sich dieses Kapitel komplett durch und laden sich
eventuell die technische Beschreibung Ihrer eingebauten und der
einzubauenden Festplatte aus dem Internet herunter und drucken
sie aus. Hier müssen Sie keine Angst vor der Installation
zu haben - durch falsches Zusammenstecken oder falsches Setzen
von Jumpern (Jumper = kleine Steckbrücke) kann nichts kaputtgehen,
es kann aber sein, dass der Rechner nicht funktioniert, das
neue Gerät nicht angezeigt wird oder andere SCSI-Geräte
einfach verschwinden. Solange Sie aber an den anderen SCSI-Geräten
keine Änderungen vornehmen, ist nach dem Entfernen des neuen
Gerätes alles wieder im Originalzustand.
- Stellen Sie fest welche SCSI-Adressen in Ihrem Rechner frei
sind. Das geht am einfachsten mit Hilfsprogrammen, die mit dem
SCSI-Controller geliefert werden. Haben Sie keins installiert,
reseten Sie den Rechner. Beim Booten werden nacheinander die angeschlossenen
SCSI-Geräte mit Namen und Adresse (ID) angezeigt. Merken
Sie sich eine freie Adresse (ID 07 ist meist standardmäßig
durch den SCSI-Controller belegt, wird aber nicht mit angezeigt).
- Stellen Sie die SCSI-ID des zu installierenden Gerätes
(je nach Gerät durch Setzen von Jumpern oder Schaltern) auf
eine freie Adresse.
- Sind bereits Geräte installiert, schalten Sie die Terminierung
des Gerätes aus, ansonsten ein.
- Schalten Sie den Rechner aus und öffnen das Gehäuse.
- Stecken Sie das zu installierende Gerät an die Stromversorgung
und das 50polige SCSI-Kabel an. Beide Stecker passen nur in einer
Richtung, so dass ein falsches Zusammenstecken nicht möglich
ist.
Ist nichts mehr frei, ziehen Sie derweil nicht benötigte
Geräte ab oder verwenden für die Stromversorgung ein
sogenanntes Y-Kabel und für das SCSI-Kabel ein anderes mit
mehr Buchsen.
- Schalten Sie den Rechner ein und passen Sie beim Bootvorgang
auf, ob alle bereits vorhandenen Geräte und das neue angezeigt
werden. Fehlt irgendein Gerät, liegt ein Adresskonflikt vor,
d.h. die von Ihnen am neuen Gerät eingestellte Adresse wurde
bereits verwendet. Fehlen mehrere Geräte liegt das mit Sicherheit
an der Terminierung, die entweder doppelt oder gar nicht eingeschalten
wurde. Dauert das Booten der SCSI-Geräte zu lange, fehlt
bei irgendeinem Gerät die Stromversorgung oder es ist nicht
angeschalten.
- Wenn es sich um ein normales Gerät wie Festplatte, Zip-,
Jaz- oder CD-ROM-Laufwerk handelt, ist dieses sofort ohne die
Installation irgendwelcher Software voll einsatzfähig.
- Bekommen Sie die Installation nicht hin, ziehen Sie das Gerät
von den Steckverbindern ab, alles andere wird funktionieren wie
vor dem Eingriff. Das neue Gerät sollten Sie sich dann von
einem Fachmann installieren lassen.
Das sollten Sie über SCSI wissen:
SCSI ist ein intelligentes Bussystem, das den Datentransfer
zwischen angeschlossenen Geräten und dem Speicher des Computers
durch den SCSI-Controller managt, der von der CPU nur den Befehl
erhält z.B. eine bestimmte Datei in den Speicher zu übertragen
und sich dann fast ohne Zutun der CPU um alles kümmert. Das
hat gegenüber dem IDE-Bussystem den Vorteil, dass die
CPU wesentlich geringer durch die Datenübertragung beansprucht
wird.
An einem Standard-SCSI-Bus (50poliges Flachkabel) können
8 SCSI-Geräte (der Controller und bis zu 7 Geräte) hängen.
Der Controller spricht die Geräte über eine SCSI-Adresse,
die am Gerät eingestellt wird und nur einmal vergeben werden
darf, an. Deshalb muss dem Gerät bei der Installation
durch Steckbrücken oder Schalter eine eindeutige Adresse
zugewiesen werden. Haben zwei Geräte die selbe Adresse eingestellt,
funktioniert entweder nur eines oder beide nicht.
Das Ende des SCSI-Busses muss terminiert sein, das heißt,
am letzten Gerät in der SCSI-Kette muss die Terminierung
auf "ON" gestellt werden, alle vorherigen sind "OFF".
Die Terminierung ist nichts anderes, als dass mit einem Abschlusswiderstand
eventuell an den Kabelenden auftretende Stromspiegelungen eliminiert
werden. Das andere Ende des SCSI-Busses wird vom Controller meist
automatisch terminiert, bzw. falls noch externe Geräte an
diesem Bus mit hängen, an diesen.
Die maximale Kabellänge aller an einem Controller hängenden
Geräte darf 6 m nicht überschreiten.
Der SCSI-Controller fragt beim Booten die angeschlossenen Geräte
ab. Standardgeräte wie Festplatten, CD-ROMs usw. benötigen
keinen extra Treiber, da die Treiber für Standardgeräte
bereits im SCSI-Bios des Controllers integriert sind und funktionieren
sofort. Für andere Geräte wie z. B. Scanner oder Bandlaufwerke
muss noch Software installiert werden, damit diese funktionieren.
Zusätzlich zum Standard SCSI gibt es noch weitere SCSI-Normen
wie Wide-SCSI (doppelte Busbreite - 68pol. Kabel), Fast-SCSI (verdoppelter
Bustakt), Ultra-SCSI (vervierfachter Bustakt), Fast-Wide-SCSI
(doppelter Bustakt, doppelte Busbreite), Ultra-Wide-SCSI (vervierfachter
Bustakt, doppelte Busbreite), die abwärtskompatibel sind,
sofern die Kabel passen.
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